Plan b - Fair statt billig

Mehr Geld für Bauern

Die Sterngartenodyssee wird in einem Film von Stefanie Fleischmann und Marie Villetelle vorgestellt:
ZDF, 04.11.2017, 17:35 - 18:05 und ARTE:re, 03.11.17, 19:40



Wenn sich der Trailer bei dir nicht abspielen lässt, kannst du ihn hier herunterladen.


Wie können Verbraucher sicherstellen, woher das Gemüse auf ihrem Teller kommt und gleichzeitig mithelfen, dass die Bauern ihre Betriebe am Leben erhalten? „plan b” zeigt, dass faire Preise für gute Produkte möglich sind.

In Frankreich feierte im letzten Jahr die Marke „C'est qui le Patron?” einen großen Erfolg. Mehrere große Supermarktketten ließen die Verbraucher selbst entscheiden, welchen Preis sie für ihre Milch bezahlen wollten. Das Ganze wurde ein Riesenerfolg. Andere Produkte sollen folgen.

Durch die Initiative „C'est qui le Patron?” hat sich die finanzielle Situation der teilnehmenden französischen Milchbauern zum Positiven verändert. Davon kann der Allgäuer Bauer Jörg Ostermeier nur träumen. Er zieht die Konsequenz. Seine Kühe kommen zum Schlachthof und er sattelt um: Im neuen Hühnerstall sollen 6.000 Biohühner Platz haben. Doch es gibt auch hierzulande Ideen, wie Bauern faire Preise bekommen. Die Initiative „Sternenfair” garantiert den Landwirten 40 Cent pro Liter Milch. Das gibt es allerdings nicht zum Nulltarif. Günder Jakob Niedermaier besucht regelmäßig die teilnehmenden Landwirte: „Wir legen Wert auf einen hohen Kleeanteil, denn Futter aus Übersee ist bei Sternenfair tabu”.

Noch enger am Verbraucher ist Sterngartenodyssee, eine Initiative für „Solidarische Landwirtschaft” (Solawi). Sie vertreibt die Lebensmittel nicht mehr über den anonymen Markt, sondern über einen überschaubaren, regionalen Wirtschaftskreislauf. Der Verbraucher hat den Vorteil, dass er genau nachvollziehen kann, wo seine Lebensmittel herkommen. Doch das verlangt persönlichen Einsatz: Wer mitmacht, muss hin und wieder bei der Ernte helfen. Es gibt bereits ungefähr 130 Höfe in Deutschland, die sich dem Netzwerk angeschlossen haben.

In der Bauhaus-Stadt Dessau kommen die Äcker zum Verbraucher. Beim Prinzip der „essbaren Stadt” werden Äcker zwischen Plattenbauten angelegt. Und in naher Zukunft soll auch Vieh gehalten werden, unter anderem, damit sich das Wohngebiet durch eine Biogasanlage selbst mit Energie versorgen kann.

Wir sind derzeit
295 Mitglieder


Alles zu weit weg?

Gruppe gründen